Befristung

Die Gründe einen Arbeitsvertrag zeitlich zu befristen könnnen vielfältig sein. Arbeitsverhältnisse zeitlich zu befristen ist aber nur unter den konkreten Voraussetzungen des Teilzeit- und Befrsitungsgesetzes (TzBfG) gesetzlich zulässig. Eine Befristung über einen Zeitraum von zwei Jahren hinaus braucht einen besonderen Grund.

Ein sachlicher Grund gem § 14 Abs. 1 TzBfG liegt insbesondere vor, wenn

1. der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht,
2. die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern,
3. der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird,
4. die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt,
5. die Befristung zur Erprobung erfolgt,
6. in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen,
7.der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind, und er entsprechend beschäftigt wird oder
8. die Befristung auf einem gerichtlichen Vergleich beruht.

In der Regel soll der Arbeitgeber also zeitlich befristeten Bedarf durch den Nachweis eines Sachgrundes abdecken können.

Befristungen ohne Sachgrund gem. § 14 Abs. 2 TzBfG geben Arbeitgebern die Möglichkeit den Beginn eines Arbeitsverhältnisses möglichst flexibel zu gestalten. Oft auch über oder ergänzend zu der ohnehin üblichen Probezeit. Mit einer entsprechenden Gestaltung des Arbeitsvertrages kann die “Probezeit” auf 2 Jahre  verlängert werden. Für die Dauer von 2 Jahren ist eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne größeres Risiko denkbar.

Hier ist höchste aber Vorsicht geboten. Die Befristung ist bis maximal zwei Jahre zulässig. Innerhalb dieser zwei Jahre darf das Arbeitsverhältnis drei Mal verlängert werden. Die Verlängerung muss direkt an die vorangegangene Befristung anschließen. Eine Befristung ohne sachlichen Grund ist ausgeschlossen, wenn bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Die Rechtmäßigkeit der jeweiligen Befristungen und insbesondere sog. Kettenbefristungen lassen Sie durch uns am konkreten, nämlich Ihren Sachverhalt prüfen.

Gegebenenfalls haben Sie als Arbeitnehmer eine Entfristungsklage zu erheben. Zur Fristwahrung ist diese Klage unbedingt innerhalb von drei Wochen nach Ende der Befristung bei dem zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Diese Aufgabe übernehmen wir gerne für Sie.

Nach Ihrem Wunsch beraten wir Sie gerne am Hauptsitz der Knzlei in Lingen oder der Nebenstelle in Beesten. Rufen Sie direkt an unter 05905 969262.

Ansprechpartner in allen Fragen des Arbeitsrechts ist

Herr Rechtsanwalt Marc Barkmann  (Fachanwalt für Arbeitsrecht)